Gepflegte, glänzende Haare werden bei Frauen und Männern mit Gesundheit und Schönheit verbunden. Zeigen sich die ersten grauen Haare, ist das oft kein Grund zur Freude. Für die meisten Menschen ist dies ein Zeichen des Alterns. Jedoch entdecken viele schon in jungen Jahren erstes Grau in den Haaren. Meistens wird dann bedenkenlos zu Haarfarbe gegriffen, um die ersten Anzeichen des Ergrauens zu verstecken. Dabei kann gerade das frühzeitige Ergrauen der Haare gestoppt oder sogar rückgängig gemacht werden. Die Ursachen sind weitestgehend erforscht, aber nur wenige Betroffene setzen sich damit auseinander und wissen, was wirklich dagegen unternommen werden kann.

 

Graue Haare als Hinweis auf eine ungesunde Lebensweise

Auch wenn die Veranlagung für graues Haar meist erblich bedingt ist und früher oder später akzeptiert wird, ist gerade frühzeitiges Ergrauen oft ein Hinweis darauf, dass der Körper auf eine ungesunde Lebensweise reagiert. Es ist möglich, dass durch einen Nährstoffmangel nur noch ungenügend Melanin produziert wird. Ebenso kann eine andauernde Übersäuerung des Körpers als eine Ursache für den frühzeitigen Verlust der natürlichen Haarfarbe infrage kommen.

Ein gesunder Lebensstil mit viel frischem Gemüse und Obst, einem ausgewogenen Speiseplan, Verzicht auf Nikotin und eingeschränkter Genuss von Alkohol und Kaffee wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Säure bildende Lebensmittel wie Süßigkeiten, Limonaden oder Fleisch sollten wenn nicht ganz vom Speisezettel gestrichen, so doch nur in Massen verzehrt werden.

Energiereiche Mineralstoffe neutralisieren Säuren und Giftstoffe und helfen dadurch, die leeren Mineralstoffdepots wieder aufzufüllen. Neben der Ernährung ist es wichtig, psychischen Stress zu vermeiden, ausreichend zu schlafen und Sport zu treiben. Ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit, ein gutes soziales Umfeld und eine positive Lebenseinstellung haben neben der Nahrungszufuhr Einfluss auf das Säure-Basen-Verhältnis im Körper. Außer wenn Schock und Trauer zu vorzeitigem, plötzlichem Ergrauen führen können, hat es jeder selbst in der Hand durch eine gesunde Lebensweise dem frühzeitigen Verlust der natürlichen Haarfarbe ein Stück weit vorzubeugen.

In Fällen von psychischen Ursachen, durch welche die Haare oftmals förmlich über Nacht ergrauen, sollte ein Therapeut aufgesucht werden. Wenn ein Unfall oder Schockerlebnis das Seelenleben so aus der Bahn warfen, ist es ratsam, das Erlebte aufzuarbeiten. Es ist durchaus möglich, dass durch eine gute Therapie die Farbpigmentierung der Haare wieder aufgenommen wird.

Die chinesische Heilkunst sieht das frühzeitige Ergrauen im eindeutigen Zusammenhang mit einem zu niedrigen Energieniveau des Menschen. Und dagegen kann jeder für sich selbst einen wichtigen Beitrag leisten.

 

Wasserstoffperoxid als Ursache für den Farbverlust der Haare

Wie die Forschung herausgefunden hat, ist die Unfähigkeit, Wasserstoffperoxid abzubauen, eine Ursache für das Ergrauen der Haare. Wohlgenährte Zellen, welche frei von sauren Stoffwechselschlacken sind, zerlegen das aggressive Wasserstoffperoxid durch Katalase, einem körpereigenen Enzym, in Wasser und Sauerstoff.

In zunehmendem Alter und bei stark verschlackten Zellen sinkt die Katalase-Konzentration deutlich ab. In der Folge steigt die Konzentration an Wasserstoffperoxid an, was letztendlich dazu führt, dass das Farbpigment Melanin nur noch ungenügend oder gar nicht mehr hergestellt wird.

Das bedeutet, dass gut genährte und schlackenfreie Zellen, welche problemlos auch im Alter Wasserstoffperoxid abbauen könnten, grauen Haaren keine Chance geben.

 

Graue Haare sollten nicht ignoriert werden

Erste graue Haare können durchaus als Warnzeichen angesehen werden. Übersäuerung und ein Mangel an Mineralien schwächen das Immunsystem. Wenn sich Infektionen einstellen, werden diese meistens behandelt, ohne jedoch das Übel an der Wurzel zu packen, nämlich konsequent die Ernährung und Lebensweise umzustellen und den Körper zu entsäuern und zu entschlacken.

Im schlimmsten Fall wirkt sich die eingeschränkte Aktivität der Zellen auf wichtige Drüsen aus. Können Eierstöcke, Bauchspeicheldrüse oder Schilddrüsen nicht mehr richtig arbeiten, sind Hormonstörungen die Folge. Die Behandlung erfolgt dann mit synthetischen Hormonen, was bestenfalls die Symptome abstellt, aber den Drüsen nicht hilft, wieder störungsfrei zu funktionieren.

Werden also graue Haare nicht einfach ignoriert und bekommen die Melanin bildenden Haarwurzelzellen die notwendige Unterstützung um Säuren und Schlacken loszuwerden, können dadurch viele Gesundheitsstörungen beseitigt werden.

 

Graue Haare beseitigen

In Hinblick auf die eigene Gesundheit sollten graue Haare, besonders wenn sie zu früh auftreten, nicht einfach hingenommen werden. Immer wieder kommen neue und noch vielversprechendere Produkte auf den Markt, mit denen sich die natürliche oder eine andere Haarfarbe schnell wieder herstellen lässt. Damit wird zwar das eigene Selbstbewusstsein gestärkt, jedoch erleidet durch die Nichtbeachtung der Ursachen der Körper auf Dauer einen Schaden.

Chemische Haarfarben ob beim Friseur angewendet oder aus dem Supermarkt für den Hausgebrauch gekauft, überdecken das Grau, aber schaffen keine wirkliche Abhilfe. Nur mithilfe eines ganzheitlichen Konzeptes, welches nicht nur Haare und Kopfhaut einbezieht, können Schlacken und Säuren bekämpft und letztendlich beseitigt werden.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Fehlernährung, Mangel an Bewegung, ständige Einnahme von Medikamenten und giftigen

Genussmitteln, ein Übermaß an Konsum und Stress zu einer Übersäuerung führen. Alles, was den Körper basisch reagieren lässt, stärkt die Widerstandskraft. Dazu gehören gesunde Lebensmittel, am besten aus einheimischer Produktion, genügend Bewegung, Licht und Luft, ausreichendes Trinken von gutem Wasser oder Kräutertee, regelmässige Erholung und harmonische Beziehungen.

Durch die basische Ernährung wird die Darmflora gesund gehalten. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um die benötigten Mineralstoffe aufnehmen und optimal verwerten zu können.

Die verwendeten Haarpflegeprodukte sollten auf natürlicher und chemiefreier Basis hergestellt worden sein. Nur so kann die Kopfhaut entlastet und vor  Irritationen geschützt werden, während gleichzeitig der Haarboden wichtige, wertvolle Mineralstoffe erhält.